Lieber bereue ich es getan zu haben, als zu bereuen es nicht getan zu haben.

Deutsche Giftgas auf Halabdscha

Der Giftgasangriff auf Halabdscha war ein Angriff der Irakischen Luftwaffe auf die hauptsächlich von Kurden bewohnte irakische Stadt Halabdscha in der heutigen autonomen Region Kurdistan. Bei dem Angriff, der am 16. März 1988 gegen Ende des Ersten Golfkriegs stattfand, starben zwischen 3200 und 5000 Menschen.
Wie die UNMOVIC in ihrem Bericht von 2006 feststellte, hatte das Chemiewaffenprogramm des Irak bis zum Jahre 1991 insgesamt 3859 Tonnen chemischer Kampfstoffe produziert, von denen 3315 Tonnen aufmunitioniert wurden. Damit konnten 130.000 Sprengkörper hergestellt werden; bis 1988 wurden über 101.000 Sprengkörper (Fliegerbomben, Artilleriemunition und Raketensprengköpfe) verschossen.
Saddam Hussein setzte chemische Kampfstoffe im Ersten Golfkrieg (1980–1988) nicht nur gegen den Iran ein, sondern auch gegen die im Nordirak lebenden Kurden, vor allem im Jahr 1988 während der sogenannten Anfal-Operation.
Schätzungen zufolge wurden rund 60 % des gesamten irakischen Giftgasarsenals in Anlagen produziert, die von Firmen aus Deutschland.
Deutsche Firmen lieferten zwischen Februar 1983 und März 1985 Anlagen zur Produktion von Giftgasen, die nach Angaben der Iraker im Jahr 1986 begann.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker warf schon vor dem Massaker in Halabdscha mehr als 40 deutschen und europäischen Firmen vor, für die mit Giftgas verübten Kriegsverbrechen des Irak mitverantwortlich zu sein, da sie sich am Aufbau der Giftgasanlagen, vor allem in Samarra, beteiligt hatten.

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